Fahrtkosten berechnen
Was kostet die Fahrt? Dieser Fahrtkostenrechner liefert drei Antworten auf einmal: die Spritkosten für Ihre Strecke, die echten Kosten pro Kilometer und die Pendlerpauschale, die Sie in der Steuererklärung ansetzen können. Die Entfernung zwischen zwei Städten liefert unsere Entfernungssuche mit echter Fahrstrecke aus OpenStreetMap — keine Luftlinien-Schätzung.
Vollkosten = Richtwert inkl. Verschleiß, Versicherung und Wertverlust (Kompaktklasse). Nur der Spritanteil ist exakt aus Ihren Eingaben gerechnet.
Kurzantwort: 100 km Autofahren kosten bei 7 l/100 km Verbrauch und 1,75 €/l rund 12,25 € an Sprit — mit allen Fahrzeugkosten (Verschleiß, Versicherung, Wertverlust) real eher 40–55 €. Steuerlich absetzbar für den Arbeitsweg: 0,30 €/km bis 20 km, 0,38 € ab dem 21. Kilometer (Pendlerpauschale 2026).
Pendlerpauschale 2026 berechnen (Steuererklärung)
0,30 € je Entfernungskilometer bis 20 km, 0,38 € ab dem 21. Kilometer — nur die einfache Strecke zählt (§ 9 EStG, Stand 2026). Ohne Gewähr; maßgeblich ist der Steuerbescheid.
So funktioniert die Fahrtkosten-Berechnung
Spritkosten = Strecke × Verbrauch ÷ 100 × Spritpreis.
Rechenbeispiel: 100 km × 7 l/100 km ÷ 100 = 7 Liter. 7 l × 1,75 €/l =12,25 €. Für Hin- und Rückfahrt verdoppelt sich der Betrag auf 24,50 €; fahren vier Personen mit, zahlt jede 6,13 €.
Das ist allerdings nur der sichtbare Teil. Ein Auto kostet auch, wenn es steht — deshalb rechnet dieser Fahrtkostenrechner zusätzlich einen Vollkosten-Richtwert aus, der Verschleiß, Reifen, Wartung, Versicherung, Steuer und Wertverlust einschließt.
Was kostet ein Kilometer Autofahren? (Vollkosten nach Fahrzeugklasse)
| Fahrzeugklasse | nur Sprit | Vollkosten pro km | 100 km real |
|---|---|---|---|
| Kleinwagen (z. B. Corsa, Polo) | ~0,10 € | 0,35–0,45 € | 35–45 € |
| Kompaktklasse (z. B. Golf, Astra) | ~0,12 € | 0,45–0,55 € | 45–55 € |
| Mittelklasse (z. B. Passat, 3er) | ~0,14 € | 0,55–0,70 € | 55–70 € |
| SUV / Van | ~0,16 € | 0,60–0,80 € | 60–80 € |
| E-Auto (Laden zu Hause) | ~0,05 € | 0,35–0,50 € | 35–50 € |
Richtwerte auf Basis von ADAC-Vollkostenrechnungen (Neuwagen, 15.000 km/Jahr, 5 Jahre Haltedauer). Gebrauchtwagen mit geringem Wertverlust liegen deutlich darunter.
Fahrtkosten von der Steuer absetzen: die drei Fälle
1. Arbeitsweg (Entfernungspauschale / Pendlerpauschale). 0,30 € je Entfernungskilometer für die ersten 20 km, 0,38 € ab dem 21. Kilometer — pro Arbeitstag, nur die einfache Strecke, egal ob Auto, Bahn, Rad oder zu Fuß. Beispiel: 30 km Arbeitsweg × 220 Tage = 20 km × 0,30 € + 10 km × 0,38 € = 9,80 €/Tag → 2.156 € im Jahr. Ohne eigenen Pkw ist die Pauschale bei 4.500 €/Jahr gedeckelt, mit Pkw nicht.
2. Dienstreise (Kilometerpauschale). Bei beruflicher Auswärtstätigkeit mit dem Privat-Pkw: 0,30 € je gefahrenem Kilometer — Hin- und Rückfahrt zählen voll, ohne 20-km-Staffel. Alternativ lassen sich die tatsächlichen Kosten je km nachweisen (Fahrtenbuch), was sich bei teuren Fahrzeugen lohnen kann.
3. Sonstige absetzbare Fahrten. Fahrten zu Ärzten und Behandlungen (außergewöhnliche Belastung), Umzug aus beruflichem Anlass, ehrenamtliche Tätigkeit, Fortbildungen und Vorstellungsgespräche — jeweils mit 0,30 €/km oder gegen Nachweis. Die Krankenkasse erstattet Krankenfahrten nur mit ärztlicher Verordnung.
Benzingeld: Was zahlt man Mitfahrern fairerweise?
Üblich sind 5–10 Cent pro Kilometer und Person. Die reine Sprit-Deckung liegt bei ~12 ct/km (7 l/100 km, 1,75 €/l) — wer 8–10 ct/km nimmt und zu zweit fährt, deckt Sprit und einen Teil des Verschleißes. Für die klassische 100-km-Mitfahrt sind 5–10 € pro Person ein fairer Rahmen.
Rechnen Sie es exakt: oben Strecke und Personenzahl eingeben — der Rechner zeigt die Kosten pro Person für Ihre konkrete Fahrt.
E-Auto: Stromkosten statt Spritkosten
Die Formel bleibt gleich, nur die Einheiten ändern sich: Strecke × Verbrauch (kWh/100 km) ÷ 100 × Strompreis. Typische Werte: 15–20 kWh/100 km Verbrauch, 0,25–0,35 €/kWh an der heimischen Wallbox, 0,50–0,80 €/kWh an öffentlichen Schnellladern.
| Szenario (18 kWh/100 km) | pro 100 km |
|---|---|
| Laden zu Hause (0,30 €/kWh) | 5,40 € |
| AC-Laden öffentlich (0,50 €/kWh) | 9,00 € |
| DC-Schnelllader (0,70 €/kWh) | 12,60 € |
| Vergleich Benziner (7 l, 1,75 €/l) | 12,25 € |
Fünf Wege, Fahrtkosten zu senken
- Verbrauch kennen und drücken: vorausschauend fahren, 110–120 km/h statt 160 auf der Autobahn spart real 1,5–2,5 l/100 km — auf 500 km über 15 €.
- Abends tanken: die Preisspitzen liegen morgens; zwischen 18 und 22 Uhr ist Kraftstoff im Schnitt 8–12 ct/l günstiger.
- Reifendruck prüfen: 0,5 bar zu wenig kostet ~5 % Mehrverbrauch.
- Mitfahrer teilen die Kosten: zu viert sinken die Kosten pro Person auf ein Viertel — der Rechner oben zeigt den Betrag.
- Maut einplanen: bei Auslandsfahrten kommen Vignetten und Streckenmaut dazu — Details im Maut-Rechner für Europa.
Beispielrechnungen: drei typische Fälle
Fall 1 — Pendlerin, 15 km Arbeitsweg, 220 Tage. Gefahren: 6.600 km/Jahr. Spritkosten: ~810 € (7 l, 1,75 €/l). Vollkosten anteilig: ~2.600 €. Steuerlich: 220 × 15 × 0,30 € = 990 € Entfernungspauschale — liegt unter dem Arbeitnehmer-Pauschbetrag (1.230 €), bringt allein also noch keine Erstattung.
Fall 2 — Außendienst, 24.000 Dienst-km mit Privatwagen. Erstattet der Arbeitgeber nichts, sind 24.000 × 0,30 € = 7.200 € Werbungskosten ansetzbar. Bei 35 % Grenzsteuersatz: ~2.520 € Steuerersparnis. Real kostet das Fahren (Vollkosten 0,50 €/km) aber 12.000 € — die Pauschale deckt gut die Hälfte.
Fall 3 — Wochenendfahrt Berlin–Hamburg und zurück. 580 km × 7 l/100 km × 1,75 €/l = 71 € Sprit; zu viert knapp 18 € pro Person. Zum Vergleich: der Flixbus-Preis liegt oft ähnlich — aber pro Person.
Jahres-Fahrtkosten nach Fahrleistung
| km/Jahr | nur Sprit | Vollkosten (0,45 €/km) | pro Monat |
|---|---|---|---|
| 5.000 km (Wenigfahrer) | ~613 € | ~2.250 € | ~188 € |
| 10.000 km | ~1.225 € | ~4.500 € | ~375 € |
| 15.000 km (Durchschnitt) | ~1.838 € | ~6.750 € | ~563 € |
| 20.000 km (Pendler) | ~2.450 € | ~9.000 € | ~750 € |
| 30.000 km (Vielfahrer) | ~3.675 € | ~13.500 € | ~1.125 € |
Sprit: 7 l/100 km, 1,75 €/l. Vollkosten: Kompaktklasse-Richtwert — bei hoher Fahrleistung sinken die Kosten pro km (Fixkosten verteilen sich), bei Neuwagen mit hohem Wertverlust steigen sie.
Fahrtkosten für Selbstständige und Unternehmen
Selbstständige haben zwei Wege: die Kilometerpauschale (0,30 €/km, einfach, kein Nachweis der Einzelkosten) oder den tatsächlichen Kostenansatz per Fahrtenbuch — alle Fahrzeugkosten sammeln, betrieblichen Anteil ermitteln, abschreiben. Faustregel: Bei teuren oder neuen Fahrzeugen lohnt das Fahrtenbuch, bei älteren, sparsamen Autos gewinnt die Pauschale.
Für die Rechnungsstellung an Kunden sind 0,50–0,80 €/km üblich — nicht die 0,30 € der Steuerpauschale, denn berechnet werden die echten Vollkosten plus Arbeitszeit.
Dienstwagen-Nutzer rechnen anders (1-%-Regel oder Fahrtenbuch) — dieser Rechner betrifft Privatfahrzeuge.
Weitere absetzbare Fahrten (jenseits von Arbeitsweg und Dienstreise)
| Anlass | Ansatz | Kategorie |
|---|---|---|
| Arztbesuche, Therapien | 0,30 €/km | außergewöhnliche Belastung |
| Beruflich veranlasster Umzug | 0,30 €/km + Umzugskostenpauschale | Werbungskosten |
| Fortbildung, Vorstellungsgespräch | 0,30 €/km (beide Richtungen) | Werbungskosten |
| Ehrenamt | 0,30 €/km, wenn nicht erstattet | je nach Fall |
| Krankenfahrten (Krankenkasse) | Erstattung nur mit ärztlicher Verordnung | Kasse, nicht Steuer |
Häufige Fehler bei der Fahrtkosten-Berechnung
- Luftlinie statt Fahrstrecke: die Straße ist 20–40 % länger als die Luftlinie. Unsere Entfernungsseiten zeigen beide Werte.
- Bordcomputer-Verbrauch glauben: der zeigt oft 0,5–1 l/100 km zu wenig. Besser an der Zapfsäule nachrechnen (Liter ÷ km × 100).
- Hin- und Rückfahrt bei der Pendlerpauschale doppelt ansetzen: beim Arbeitsweg zählt nur die einfache Strecke — bei Dienstreisen dagegen beide Richtungen.
- Nur Sprit kalkulieren: wer fürs Auto-Behalten oder für einen Umzug rechnet, muss mit Vollkosten (0,35–0,80 €/km) rechnen, nicht mit 12 ct.
Häufige Fragen
Wie berechnet man Fahrtkosten?
Spritkosten = Strecke in km × Verbrauch pro 100 km ÷ 100 × Kraftstoffpreis. Beispiel: 200 km × 7 l/100 km × 1,75 €/l = 24,50 €. Die vollen Fahrzeugkosten (mit Verschleiß, Versicherung, Wertverlust) liegen je nach Auto eher bei 0,30–0,60 € pro Kilometer.
Wie hoch ist die Pendlerpauschale 2026?
Für den Arbeitsweg gilt die Entfernungspauschale: 0,30 € je Entfernungskilometer für die ersten 20 km und 0,38 € ab dem 21. Kilometer — pro Arbeitstag, nur die einfache Strecke, unabhängig vom Verkehrsmittel. Sie wird in der Steuererklärung (Anlage N) als Werbungskosten angesetzt.
Was kann ich pro Kilometer bei Dienstreisen ansetzen?
Bei beruflichen Auswärtstätigkeiten mit dem Privat-Pkw gilt die Kilometerpauschale von 0,30 € je gefahrenem Kilometer — hier zählen Hin- UND Rückfahrt, anders als beim Arbeitsweg. Für Motorräder und Roller sind es 0,20 €/km.
Was kostet ein Kilometer Autofahren wirklich?
Nur Sprit: bei 7 l/100 km und 1,75 €/l etwa 0,12 €/km. Mit allen Kosten (Wartung, Reifen, Versicherung, Steuer, Wertverlust) kommen Kleinwagen auf rund 0,35–0,45 €/km, Kompaktklasse auf 0,45–0,55 €/km und Mittelklasse/SUV schnell auf 0,60–0,80 €/km.
Was sind angemessene Fahrtkosten für Mitfahrer (Benzingeld)?
Üblich sind 5–10 Cent pro Kilometer und Person — bei 7 l/100 km Verbrauch decken ~12 ct/km die reinen Spritkosten, alles darüber beteiligt an Verschleiß. Für 100 km sind 5–10 € Benzingeld pro Person ein fairer Rahmen.
Fahrtkosten in der Steuererklärung: Was bekomme ich zurück?
Die Pauschale mindert Ihr zu versteuerndes Einkommen, nicht die Steuer direkt. Beispiel: 8.000 € Entfernungspauschale bei 30 % Grenzsteuersatz sparen rund 2.400 € Steuern. Erst oberhalb des Arbeitnehmer-Pauschbetrags (1.230 €) wirkt sich jeder weitere Euro aus.
Kann ich Fahrtkosten auch ohne Auto absetzen?
Ja — die Entfernungspauschale gilt verkehrsmittelunabhängig, auch für Bahn, Bus, Fahrrad oder zu Fuß. Nur die Deckelung unterscheidet sich: ohne eigenen Pkw ist sie auf 4.500 € pro Jahr begrenzt, mit Pkw gibt es keine Obergrenze.
Was ist der Unterschied zwischen Fahrtkosten und Reisekosten?
Fahrtkosten sind die Kosten der Strecke selbst. Reisekosten ist der steuerliche Oberbegriff für Auswärtstätigkeiten: Fahrtkosten + Verpflegungsmehraufwand (14/28 € Pauschalen) + Übernachtung + Nebenkosten. Für den täglichen Arbeitsweg gilt dagegen nur die Entfernungspauschale.
Wie berechne ich Fahrtkosten für ein E-Auto?
Gleiche Formel mit kWh: Strecke × Verbrauch (kWh/100 km) ÷ 100 × Strompreis. Bei 18 kWh/100 km und 0,30 €/kWh (Laden zu Hause) sind das 5,40 € pro 100 km — etwa die Hälfte eines Benziners. An Schnellladesäulen (0,60–0,80 €/kWh) schrumpft der Vorteil deutlich.
Was ist der Unterschied zwischen Entfernungspauschale und Kilometerpauschale?
Die Entfernungspauschale (Pendlerpauschale) gilt nur für den Weg zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte: einfache Strecke, 0,30/0,38 €. Die Kilometerpauschale (0,30 €/gefahrenem km) gilt für Dienstreisen und andere berufliche Fahrten — dort zählen Hin- und Rückweg voll.
Wie hoch sind die monatlichen Fahrtkosten für Pendler?
Beispiel 25 km Arbeitsweg, 20 Arbeitstage: 1.000 gefahrene km im Monat. Nur Sprit: ~120 €. Vollkosten: 400–550 €. Steuerlich absetzbar: 20 × (20 × 0,30 + 5 × 0,38) = 158 € Entfernungspauschale im Monat.
Ab wann gilt die 0,38-€-Stufe der Pendlerpauschale?
Ab dem 21. Entfernungskilometer. Bei 35 km Arbeitsweg rechnen Sie also: 20 km × 0,30 € + 15 km × 0,38 € = 11,70 € pro Arbeitstag. Bei Arbeitswegen bis 20 km bleibt es komplett bei 0,30 €.
Steuerliche Angaben: Stand 2026, ohne Gewähr — verbindlich sind Einkommensteuergesetz (§ 9 EStG) und Ihr Steuerbescheid. Entfernungen aus OpenStreetMap-Straßendaten (OSRM).
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